Unsere Geschichte

Die EURAC wurde im Jahr 1992 auf Initiative der Südtiroler Landesregierung als privatrechtlicher Verein gegründet. Im ersten Jahr zählte das Institut, mit Sitz in Bozen, Weggensteinstraße 12, gerade einmal 12 Mitarbeiter in den drei Forschungsbereichen Sprache und Recht, Minderheiten und Autonomien sowie Alpine Umwelt.

Einer der ersten großen Projektaufträge für das junge, rasch wachsende Forschungsinstitut war 1993 die Erstellung einer Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Universität in Bozen. Die Vorarbeiten der EURAC mündeten in die Gründung der Freien Universität Bozen im Oktober 1997. Die EURAC zeigte sich aber auch für die Weiterentwicklung der Internationalen Fachhochschule für Tourismusmanagement (heute „Laureatsstudiengang Tourismusmanagement" der Freien Universität Bozen) und die Vorarbeiten zur Fachhochschule für Design (heute „Fakultät für Design und Künste" der Freie Universität Bozen) verantwortlich.1994 kam ein vierter Forschungsbereich hinzu „Management und Unternehmenskultur", 2002 ein weiterer der Bereich „Genetische Medizin". 

1996 übersiedelte ein Teil der EURAC (die Bereiche Alpine Umwelt, Management und Unternehmenskultur sowie Direktion und Zentrale Dienste) in Büroräumlichkeiten am Domplatz 3, der Sitz in der  Weggensteinstraße 12 bot der wachsenden Mitarbeiterzahl nicht ausreichend Platz.  Ende der 1990er Jahre war das Personal auf 75 gestiegen, die EURAC hatte Projektkooperationen in Deutschland, Österreich, Bosnien-Herzegovina und Tibet.

2001 übersiedelte die bis dato zweigeteilte Forschungsstätte in ein gemeinsames Haus. Das renovierte Bozner Ex-GIL-Gebäude an der Drususbrücke 1 ist seither Sitz des Forschungsinstituts. Ab 2005 hat das Südtiroler Forschungszentrum seine Aktivitäten im Bereich der Technologien und der Naturwissenschaften mit der Gründung des Instituts für Angewandte Fernerkundung und des Instituts für Erneuerbare Energie verstärkt.
Im Juli 2007 kam außerdem das Institut für Mumien und den Iceman hinzu. Es koordiniert die Forschung am Mann aus dem Eis, entwickelt neue Verfahren und schließt Erkenntnisse aus der Erforschung anderer Mumien in ihre Studien mit ein.
Die letzten Entwicklungen betreffen den medizinischen Bereich. Im Herbst 2009 entstand in Zusammenarbeit dem Südtiroler Sanitätsbetrieb das Zentrum für Biomedizin, das die Forschungsaktivitäten des Instituts für Genetische Medizin ausdehnt. Zur selben Zeit hat die EURAC das Institut für Alpine Notfallmedizin aus der Taufe gehoben. Das jüngste Institut beschäftigt sich mit Diagnostik und Therapie von Erkrankten und Unfallopfern im alpinen Gelände.

Heute umfasst die EURAC elf Institute, an denen mehr als 200 Experten arbeiten.
Die Forschung wird ausgebaut und die Verhandlungen mit der Autonomen Provinz Bozen laufen bereits, um das Gebäude zu erweitern. Seit 2009 unterhält die EURAC vier Repräsentanzbüros außerhalb der Region: in Rom, Sarajevo, Pristina und Wien. Ziel der Repräsentanzbüro ist es, Forschungsaufträge nach Südtirol zu holen und, im Falle des Balkan, Forschungsergebnisse vor Ort in die Realität umzusetzen.

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