Auswirkungen des Klimawandels auf Alpine Ökosysteme
Untersuchungsgebiet
Das Vinschgauer Matschertal eigente sich sehr gut als Untersuchungsgebiet über Folgen des Klimawandels:
- Trockenheit: Mit durchschnittlich 525 mm/Jahr (1500 m ü. NN) ist das Matschertal eines der trockensten Gebiete im Alpenraum. Hier zeigt sich bereits, womit in anderen Gebieten in Zukunft gerechnet werden muss.
- Landnutzung: Matsch wird vorwiegend bäuerlich genutzt und stellt einen alpen-typischen Lebensraum dar . Von intensiv genutztem Grünland über Magerrasen, Weiden und Lärchwiesen sind sämtliche typischen Nutzungstypen der Berglandwirtschaft vertreten.
- Topographie: Das Tal erstreckt sich vertikal von ca. 1000 m (Talausgang bei Schluderns) bis 3700 m Meereshöhe (Weißkugel) und rapräsentiert daher alle typischen Höhenstufen einer Bergregion. Außerdem eignet sich der Taleingang bei Muntatschinig aufgrund des homogenen Geländes gut für die Transplantation von Graslandbeständen entlang eines Höhentransekts.
- Geschlossenes Wassereinzugsgebiet: Im Gegensatz zu anderen Vinschgauer Seitentälern wird dem Matschertal bis jetzt erst im unteren Teil Wasser für die Stromgewinnung abgeleitet. Dies erleichtert wesentlich die Parametrisierung von hydrologischen Modellen.
- Vergletscherung: Die Anwesenheit eines Gletschers im Untersuchungsgebiet ermöglicht wertvolle Untersuchungen über die Rolle des Gletscherabflusses am Gesamtwasserhaushalt eines typischen inneralpinen Trockentales
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Last update: 13.3.2012 18:18