Die Alpen unter Beobachtung
Die Alpen unter Beobachtung
Start frei für ein virtuelles Alpenobservatorium unter Beteiligung der EURAC

Auf 2650 m Höhe, wenige Meter unter der Zugspitze, haben am gestrigen Donnerstag, den 19. April Vertreter von vier Forschungseinrichtungen, darunter die EURAC, im Beisein des Bayerischem Umweltministers einen Kooperationsvertrag unterzeichnet und damit den Startschuss für ein virtuelles Alpenobservatorium gegeben. 

Ziel der virtuellen Zusammenarbeit von vier Alpenstaaten ist der Austausch von Daten zur Klimaforschung sowie gemeinsame wissenschaftliche Projekte. „Wolken, Strahlung, Vegetation oder atmosphärische Spurenstoffe können dann zeitlich abgestimmt, nach einheitlichen Standards und an verschiedenen Orten vermessen und ausgetauscht werden.“, erläutert Marc Zebisch, Leiter des EURAC-Instituts für Angewandte Fernerkundung der den Vertrag im Namen der EURAC unterzeichnet hat. Die Partner im virtuellen Alpenobservatorium - die deutsche Umweltforschungsstation Schneefernerhaus auf der Zugspitze, die Internationale Stiftung Hochalpine Forschungsstation Jungfraujoch und Gornergart (Schweiz), das Höhenobservatorium auf dem Sonnblick (Österreich) und die EURAC mit ihrer Empfangsstation auf dem Rittner Horn – werden durch die Kooperation nahezu in Echtzeit Zugriff auf Satellitendaten, Computermodelle und meteorologische Informationen haben.
„Der Klimawandel macht nicht an Landesgrenzen halt. Um den Alpenraum als einen der sensibelsten Naturräume zu bewahren, brauchen wir eine umfassende, grenzüberschreitende Forschung. Eine Zusammenarbeit der Höhen-Forschungsstationen ist dafür unabdingbar“, erklärt der Bayrische Umweltminister Marcel Huber bei Vertragsunterzeichnung. Die EURAC trägt mit ihrer Empfangsstation für Satellitenbilder und ihren Forschungsaktivitäten rund um den Klimawandel zu dem Alpenobservatorium bei. „Für die EURAC ist diese Zusammenarbeit eine große Chance und eine Anerkennung als Kompetenzzentrum für Berggebietsforschung“, erklärt Marc Zebisch abschließend. 
Weitere Einrichtungen aus Frankreich und Slowenien sollen in einem zweiten Schritt am virtuellen Alpenobservatorium teilnehmen.

Für weitere Informationen: Marc Zebisch, 0471 055 312
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Tel. +39 0471 055 055
Fax. +39 0471 055 059