Erfahrungsaustausch zwischen Europaregionen
Erfahrungsaustausch zwischen Europaregionen

Vertreter von Europäischen Verbünden für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) an der EURAC


Der Erfahrungsaustausch und die Diskussion über aktuelle Herausforderungen der grenzüberschreitende Zusammenarbeit standen im Mittelpunkt eines Treffens vergangene Woche an der EURAC, an dem Vertreter von vier Europäischen Verbünden für Territoriale Zusammenarbeit (EVTZ) und lokale und internationale Rechtsexperten teilnahmen.

„Mit der Gründung des Europäischen Verbundes für territoriale Zusammenarbeit ‚Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino’ im vergangenen Jahr wurde ein neues Kapitel der Zusammenarbeit zwischen unseren Grenzgebieten aufgeschlagen“, so Birgit Oberkofler, die Generalsekretärin des EVTZ-Büros, bei der Eröffnung des Treffens an der EURAC in Bozen.
In der Veranstaltung beleuchteten zum einen die EURAC-Rechtsexperten Fragen zu unionsrechtlichen Grundlagen und Handlungsspielräumen aus theoretischer Sicht. Zum anderen referierten die teilnehmenden EVTZ-Vertreter über die Arbeit der Verbünde, deren Tätigkeitsfelder, deren Entwicklungschancen und die Herausforderungen, die diese neuen Institutionen zu bewältigen haben. Besprochen wurden neben der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino auch regionale Verbünde zwischen Belgien und Frankreich, Frankreich und Spanien sowie Ungarn und der Slowakei. Ein Beispiel für grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich: Im ungarisch-slowakischen EVTZ können sich Personen, die im Grenzgebiet leben, ohne bürokratischen Aufwand im naheliegendsten Krankenhaus behandeln lassen, auch wenn sich dieses im anderen Land befindet. Im französisch-spanischen EVTZ Euroregion Pyrénées-Méditerannée, der seit 2009 besteht, gibt es eine Zusammenarbeit im universitären Bereich, um die grenzüberschreitende Mobilität von Studenten und Forschern zu stärken. Die Diplome werden sowohl in Frankreich als auch in Spanien anerkannt.
„Die Nutzung von Synergien durch grenzüberschreitende Zusammenarbeit ist ein zentraler Aspekt des europäischen Integrationsprozesses. Die positiven Rückmeldungen zu diesem Workshop sind nicht zuletzt darauf zurückzuführen, dass Vertreter aus angewandter Forschung sowie aus Praxis und Wissenschaft über ihre Grenzen hinweg aufeinandertreffen und den Grundstein für eine verstärkte Zusammenarbeit legen konnten“, freute sich Alice Engl über die Veranstaltung, die von den Instituten für Minderheitenrecht sowie für Föderalismus- und Regionalismusforschung der EURAC in Zusammenarbeit mit dem EVTZ „Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino“ organisiert wurde.

24.04.2012


Für weitere Informationen: Alice Engl, Tel. 0471 055220

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